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Tausende Reservoire und Wasserleitungen sind die verborgenen Infrastrukturen
der Wasserversorgungen. Diese Anlagen müssen gut gewartet, gepflegt
und erneuert werden.
Pro Einwohnerin und Einwohner in der Schweiz steht ein Reservoir-Volumen
von 450 Liter zur Verfügung. In den Reservoiren wird das Trinkwasser
über kurze Zeit gespeichert und dann bei Bedarf an die Haushalte
abgegeben. Die Reservoire sind meist auf einer Anhöhe oder auf einem
Wasserturm angelegt. Von der Wassergewinnung
wird das Trinkwasser in die Reservoire geleitet oder wenn nötig gepumpt.
Mit der Höhendifferenz zu den Haushalten wird ein konstanter Wasserdruck
aufgebaut - das Trinkwasser fliesst ohne zusätzliche Energie aus
dem Wasserhahn. Mit den Reservoiren können die Verbraucherspitzen
problemlos gedeckt werden. Weist das Versorgungsgebiet grosse Höhenunterschiede
auf, sind verschiedene Druckzonen mit eigenen Reservoirs notwendig, da
sonst der Leitungsdruck zu gross würde.
Mit den Schweizer Trinkwasserleitungen einmal um die Erde Über 53'000 km Trinkwasserleitungen versorgen die Haushalte mit Trinkwasser. Das ist ein-einviertel mal um die Erde! Die Leitungen sind mehrheitlich aus Kunstoff, Stahl, Grauguss und duktiles (das heisst schlagfesterem Gusseisen) angefertigt. Blei-Leitungen gibt es in der Schweiz seit 1914 nicht mehr. Das Lebensmittelgesetz hat das Schwermetal in Trinkwasserleitungen damals bereits verboten.
Kapital und Arbeit im Verborgenen Die Wasserleitungen sind das grosse Kapital der Wasserversorgungen - verborgen im Boden. Die Investitionen sind derart gross, dass die Fixkosten einer Wasserversorgung bei rund 80% liegen. Diese Kosten fallen unabhängig davon an, wieviel Wasser verkauft wird.
Bei geschätzten durchschnittlichen Erstellungskosten pro Laufmeter
Trinkwasserleitung von rund Fr. 600.- ergibt dies ein Kapital von 30 Milliarden
Franken.
Werden im Schnitt etwa 2% der Leitungen ersetzt, was etwa 1000 km Erneuerung
pro Jahr ausmacht, so ist die Lebensdauer einer Trinkwasserleitung über
50 Jahre.
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