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Wie gut ist unser Trinkwasser ?
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Die Anforderungen an die Trinkwasserqualität sind im eidgenössischen
Lebensmittelgesetzgebung beschrieben.
Was heisst denn nun, das Trinkwasser ist von guter Qualität?
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Trinkwasser ist einwandfrei
Das Lebensmittelbuch schreibt dem Trinkwasser vor, einwandfrei bezüglich Geschmack,
Geruch und Aussehen zu sein.
Frei von Krankheitskeimen
Gemäss dem Schweizerischen Lebensmittelbuch muss Trinkwasser in mikrobieller Hinsicht genusstauglich sein. Das heisst, es muss festgelegten hygienischen und mikrobiologischen Anforderungen genügen.
Frei von schädlichen Substanzen
Ebenfalls muss das Trinkwasser die festgesetzten, strengen Toleranz- und Grenzwerte für Fremd- und Inhaltsstoffe erfüllen. Es muss in chemischer- und physikalischer Hinsicht genusstauglich sein.
Moderne Analysenmethoden erlauben den Nachweis von Wasserinhaltsstoffen in extrem tiefen Konzentrationen. Ein besonderes Augenmerk gilt den hormonaktiven Substanzen: Sie gelangen v.a. aus den Kläranlagen in die
Oberflächengewässer und stehen im Verdacht, Wasserlebewesen zu schädigen.
Ein Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds führte 2008 zum Ergebnis, dass allfällig über das Trinkwasser aufgenommene Mengen hormonaktiver Substanzen keine Gefahr für die menschliche
Gesundheit darstellen.
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Kontrollen durch Kantonschemiker belegen gute Qualität
Die Auswertungen der unabhängigen Trinkwasser - Inspektionen von 2001 sind für die Wasserversorgungen positiv ausgefallen. Von den über 1'400 Inspektionen in Wasserversorgungen liegen 94% im
einwandfreien bis akzeptablen Bereich: Die Lebensmittelsicherheit ist gewährleistet. Dieser Wert ist etwas besser als der Durchschnitt aller Lebensmittel verarbeitenden Betriebe, welcher bei 92.8% liegt.
Die wichtigen Wasserqualitätsangaben vieler Gemeinden können auf www.wasserqualitaet.ch eingesehen werden. |
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Tipps für höchsten Trinkgenuss Damit Trinkwasser in bester Qualität ins Glas kommt, empfiehlt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW:
• Trinkwasser immer etwas vorlaufen lassen, dann geniessen, insbesondere nach längerem Nichtgebrauch von Wasserhahnen. Damit wird das «stehende» Wasser in den Armaturen und
Hausinstallationen verworfen. Ins Trinkglas gehört nur frisches, kühles Trinkwasser direkt von der Wasserversorgung.
• Auch nach Ferien oder beim Wiederbezug von Ferienhäusern ist es ratsam, die Wasserhahnen gründlich durchzuspülen.
• Trinkwasser soll möglichst frisch ab dem Wasserhahnen konsumiert werden, so schmeckt es am besten.
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Mineralwasser und Trinkwasser
Mineralwasser trinken ist eigentlich ein ökologischer Unsinn:
Von der Abfüllung, der Verpackung, bis hin zu den unzähligen Transportwegen,
die eine Flasche zurücklegt wird viel Energie verpufft und die Umwelt belastet.
Was ein Mineralwasser auszeichnet
Damit ein Wasser als «natürliches Mineralwasser» bezeichnet
werden darf, muss es - im Gegensatz zu einfachem Trinkwasser - aus natürlichen
Quellen oder unterirdischen Wasservorkommen besonders sorgfältig
gewonnen werden. Es muss eine besondere geologische Herkunft und einen
gleichbleibenden natürlichen Mineraliengehalt aufweisen.
Natürlichem Mineralwasser dürfen keine Mineralien zugefügt
oder entzogen werden. Allerdings darf Kohlendioxid (Kohlensäure)
zugesetzt oder entfernt werden. Deshalb sind aus der gleichen Quelle oft
drei verschiedene Typen erhältlich: «Stille Wässer»
(ohne Kohlensäure), kohlensäurearme und kohlensäurereiche
Wässer.
Die Mineralwässer aus verschiedenen Quellen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Gehalt an Mineralien.
Verwirrung auf den Etiketten
Oft werden auf den Etiketten von Mineralwassern zehn oder noch mehr Mineralien
aufgeführt. Statt informiert werden die KonsumentInnen mit der Informationsflut
verwirrt. Nur Calcium (Ca), Magnesium (Mg) und Fluorid (F) sind in Mineralwässern
in so grossen Mengen vorhanden, dass sie sich positiv auf die Gesundheit
auswirken können. Von Bedeutung ist zudem die Angabe über Sulfat
(mehr als 800 Milligramm pro Liter können abführend wirken),
Natrium (zuviel ist ungesund) und Nitrat (je weniger desto besser). Selbstverständlich
sollte auch der Kohlensäuregehalt (keine, wenig oder viel Kohlensäure)
angegeben werden.
Unerwünscht sind ferner Etiketten, auf denen nur der Gesamtmineralgehalt
angegeben wird. Der Gesamtmineralgehalt sagt für sich alleine nichts
wesentliches aus, denn er kann unter Umständen lediglich eine unerwünscht
hohe Natriumkonzentration wiederspiegeln. Sinnvoll wäre es, nur die
wichtigsten Mineralien anzugeben, allenfalls mit dem Hinweis, dass hohe
Calcium- und Magnesiumgehalte für die Ernährung von Bedeutung sind.
Preise & Qualität im Widerspruch
Mehr als die Hälfte der durch die Stiftung für Konsumentenschutz untersuchten Mineralwässer enthalten
kaum mehr wertvolle Mineralien als gewöhnliches Trinkwasser aus dem Wasserhahn.
Leitungswasser ist jedoch bis zu 1000 mal billiger! Daher unser Tipp: Ab heute kommt wieder frisches,
qualitativ einwandfreies «Hahnenburger» auf den Tisch!
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Bestandteile von qualitativ wertvollen Mineralwässern
Soll das Mineralwasser einen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten,
so sollten vor allem folgende Mineralien enthalten sein: Calcium:
Dieses Mineral braucht der Körper für den Aufbau von Knochen
und Zähnen sowie für die Blutgerinnung und die Muskeltätigkeit.
Der Tagesbedarf liegt bei etwa 800 mg, Reich an Calcium sind auch Milchprodukte,
Grünkohl, Hülsenfrüchte und Mandeln. Magnesium: Unser Körper
braucht Magnesium, um Knochen sowie viele Enzyme (Eiweisse) aufzubauen.
Magnesium verhindert Muskelkrämpfe und schützt vor einem
Herzinfarkt. Erwachsene brauchen täglich um die 500mg. Magnesium
ist ferner in Getreideprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten
enthalten.
Fluor: Vor allem bei Jugendlichen hat Fluor eine karieshemmende Wirkung und schützt somit die Zähne. Der Tagesbedarf beläuft sich auf ca. 1 mg.
Sulfat aktiviert die Gallen- und Darmtätigkeit. Es kann deshalb
als Verdauungshilfe dienen, kann aber bei sehr hohen Konzentrationen abführend
wirken. Wer zu Durchfall neigt, sollte demnach sulfatreiches Wasser massvoll
trinken!
Unerwünschte Mineralien
Natrium: Durch den Konsum von Kochsalz ist unser Natriumbedarf
längst gedeckt. Ein hoher Natriumgehalt in Mineral- oder Trinkwasser
ist für eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht erwünscht.
Nitrat ist ein schädliches Mineral.
Nitrat kann im Körper zu Nitrit und schliesslich zu Nitrosaminen
umgewandelt werden, die krebserregend wirken können. Der Richtwert
im Trink- und Mineralwasser liegt in der Schweiz bei 40mg/l. Keines der
in der Schweiz erhältlichen Mineralwässer erreicht diesen Wert,
doch wurden Werte bis zu 18 mg/l nachgewiesen.
Ökobilanz
Die Studie "Ökobilanz Trink- wasser - Mineralwasser" vergleicht die
Umweltbelastungen von Mineralwasser in Flaschen und Behältern mit Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Die Ökobilanz zeigt klare Vorteile für das Trinkwasser auf: Bis es beim Konsumenten aus dem Hahn
fliesst, braucht Trinkwasser bis zu 1'000 Mal weniger Energie als Mineralwasser. |
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Auszug aus dem Artikel im «Tip & Test» 4-98 «Mineralwasser,
mehr als die Hälfte verdienen den Namen nicht» der Stiftung
für Konsumentenschutz
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