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Kostengerecht
Der Wasserpreis muss kostenecht sein, d.h. alle bei der Wasserversorgung
anfallenden Kosten müssen durch den Erlös des Wasserverkaufs
gedeckt werden und darf folglich nicht subventioniert werden. Wasserversorgungen
sind in der Regel komplexe Betriebe, die eine kostspielige Infrastruktur
wie Gebäude, Gewinnungsanlagen, Reservoire und ein weitverzweigtes
erdverlegtes Rohrleitungsnetz umfassen. Die Anlagen müssen betrieben,
unterhalten, erneuert und erweitert werden. Dazu braucht es Fachpersonal.
Zudem sind regelmässige Qualitätskontrollen durchzuführen.
Verursachergerecht
Die Kosten der Wasserversorgung sollen verursachergerecht auf die Wasserbezüger
überwälzt werden. Derjenige der die Kosten verursacht, soll
sie auch bezahlen. Was bedeutet nun verursachergerecht? Wasserversorgungsbetriebe
müssen auf den Tagesspitzenverbrauch ausgelegt werden. Da die Infrastruktur,
vor allem das Leitungsnetz, hohe Kosten verursacht (der Bau eines Meters
Leitung kostet in der Stadt in vielen Fällen 1000 Franken und mehr),
sind die Fixkosten bei den Wasserversorgungen sehr hoch. Dies bedeutet,
dass die Kosten weitgehend unabhängig vom Verbrauch anfallen. Sie
sind zum grössten Teil vom erwarteten Spitzenverbrauch abhängig.
Bei einem verursachergerechten Tarif muss dieser Anteil daher durch eine
fixe Grundgebühr abgegolten werden. Der Kunde zahlt also im Idealfall
seinen Anteil für die Inanspruchnahme der Infrastruktur in Abhängigkeit
seiner bezogenen Spitze. Mit dem Mengenpreis, d.h. dem Preis pro bezogener
Wassermenge, muss der Rest der Kosten gedeckt werden. Da dieser verursachergerechte
Ansatz zu tiefen Mengenpreisen führt, wird ihm angelastet, dass er
das von vielen als sinnvoll erachtete Wassersparen behindere.
Ein sinkender Wasserkonsum hat bei einem kostenechten Tarif zwangsläufig
eine Erhöhung des Wasserpreises pro Kubikmeter zur Folge.
Aber wieviel zahlen Wasserbezüger überhaupt
für das Trinkwasser?
Das Resultat für einen 3-Personenhaushalt liefert die nachfolgende
Rechnung.
Der durchschnittliche Wasserpreis in der Schweiz beträgt CHF 1.60
für 1000 Liter (1m3) und im Haushalt werden im Mittel 160 Liter Trinkwasser
pro Kopf und Tag bezogen. Dies ergibt tägliche Kosten von CHF 0.26
pro Person bzw. von knapp CHF 0.80 für einen 3-Personenhaushalt.
Trinkwasser ist ein lebensnotwendiges Lebensmittel, das durch nichts zu
ersetzen ist. Wir verfügen Tag und Nacht über die von uns benötigte
Menge, ein Griff zum Hahn genügt. Für diese Leistung müssen
im schweizerischen Durchschnitt 26 Rappen pro Tag bezahlt werden, ein
Preis - Leistungsverhältnis, das eigentlich zum Nachdenken anregen
sollte - oder würden Sie für diesen Preis täglich 16 Eimer
Wasser am Dorfbrunnen holen?
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Wieviel ist uns das Trinkwasser wert ?

aus der Repräsentativumfrage 2000 übers Trinkwasser
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