Körperpflege und Hygiene

   
 

Durchschnittlich werden im Privathaushalt rund 160 Liter Wasser pro Person und Tag verbraucht. Wir benötigen viel Wasser für die Körperpflege und Hygiene - eine Lebensqualität, die nicht mehr wegzudenken ist.

 
Baden und Duschen
Toilette
Wasch- & Spültisch
Geschirrspüler
Waschmaschinen
Schutz vor Legionellen
Wasser und Hygiene weltweit
 

Baden und Duschen
Baden und Duschen machen rund 20% des Wasserverbrauchs im Privathaushalt aus. Eine Studie des BfE von 1999 zeigt, dass praktisch nur noch geduscht wird. Eine Wassereinsparung unter dem Motto «Duschen statt Baden» ist daher nur noch in geringem Masse möglich. In diesem Bereich ist das Wassersparen ohne Änderung der Gewohnheiten und Komfortverlust des Benützers kaum noch möglich. Im Durchschnitt duschen Herr und Frau Schweizer übrigens 8 Minuten pro Tag.

Toilette
Die Toilettenspülung ist mit einem Anteil von 31% der grösste Verbraucher im Haushalt. Sämtliche in der SVGW-Messkampagne von 1997 untersuchten Messobjekte waren mit Spülkästen von 9 Litern Inhalt ausgerüstet. Hier wäre ein Wasserspareffekt möglich, wenn die Spül-Stop-Taste beim «kleinen Geschäft» konsequent eingesetzt würde. Dann wären Wassereinsparungen bis 30% des Anteils «Toilettenspülung» (oder maximal 14 Liter pro Tag und Person) möglich.

Wasch- und Spültisch
Der Anteil des Wasch- und Spültischbereichs in Haushalten beträgt 28%. Die kleine Körperpflege und das Wäsche waschen von Hand im Lavabo betragen 13%. Die restlichen 15% gehören zum Spültischbereich in der Küche und umfassen den Wasserbedarf für Kochen, Trinken und Geschirrspülen von Hand.

 


Wasser macht Spass - dank der vorteilhaften Lage der Schweiz sind keine rigorosen Wassersparanstrengungen notwendig.
 

Sparsame Geschirrspüler
Der Geschirrspüler hat den kleinsten Anteil am Wasserverbrauch in Haushalten. Er beträgt lediglich 2%. Dadurch ist hier das Wassersparpotential minim und stark auf die Geräteausstattung ausgerichtet.

Waschmaschinen
Der Wasserverbrauch von Waschmaschinen macht 19% der Wasserverwendung in Haushalten aus. Um das verbleibende Sparpotential zu ermitteln, sollte das Alter der Maschinen festgestellt werden. Bei älteren Maschinen liegt der Verbrauch noch bei gegen 250 Litern, während die neueren zum Teil weniger als 100 Liter verbrauchen.

 

Der Wasserkonsum der Schweizer Privathaushalte hat sich zwischen 1983 und 1997 um rund 20 Liter pro Person und Tag verringert (SVGW 1999).
 

Kaum mehr Sparpotential vorhanden
Da praktisch alle untersuchten Messobjekte modern ausgerüstet waren, ist bei den technischen Massnahmen kaum mehr ein Sparpotential vorhanden. Bleibt noch, dass die Benützer mit geändertem Verhalten einen Sparbeitrag leisten, indem sie beispielsweise den Waschautomaten, wenn immer möglich, nur voll gefüllt in Gang setzen und die Sparprogramme benützen. Doch auch im Haushalt gilt; in der Schweiz muss weder aus ökologischen noch ökonomischen Gründen Trinkwasser gespart werden - doch ein sorgsamer Umgang mit der Ressource ist in jedem Fall angesagt.

 

Mit einer Messkampagnien in Privathaushalten wurden die Verbrauchswerte exakt erhoben
 

Hygiene in der Hausinstallation - Schutz vor Legionellen

Legionellen sind Bakterien, welche unter bestimmten Bedingungen die so genannte Legionärskrankheit hervorrufen können. Legionellen leben praktisch überall in der Natur - also auch im Trinkwasser. Sie werden glücklicherweise selten und nur unter ganz bestimmten Bedingungen für den Menschen gefährlich.

Legionellen können keinerlei Krankheit auslösen, wenn sie mit Wasser getrunken werden. Sie können dem Menschen nur schaden, wenn sie zusammen mit kleinsten Wassertröpfchen eingeatmet werden. Diese Bedingungen finden sich beispielsweise bei Klimaanlagen, Luftbefeuchtern oder Duschen.

Gesunde Menschen sind auch bei diesen Spezialbedingungen praktisch immun gegen eine Erkrankung, anfällig sind hingegen immungeschwächte Menschen. Daher sind vor allem Patienten in Spitälern, Kranken- und Behindertenheimen sowie ältere Menschen gefährdet.

Legionellen können ein grippeähnliches Krankheitsbild hervorrufen. Im Extremfall ist die Krankheit mit einer Lungenentzündung vergleichbar, welche als Legionärskrankheit bekannt wurde. Diese kann einen gefährlichen Verlauf annehmen (Husten, Brustschmerzen, hohes Fieber, Magen- und Darmstörungen) und in wenigen Fällen sogar zum Tod führen.

Mit wenigen Massnahmen kann das Risiko einer Erkrankung durch Legionellen auf ein Minimum reduziert werden. Wird beispielsweise das Wasser im Erwärmer (Boiler) einmal täglich während einer Stunde auf 60°C erhitzt, kann die Gefahr einer Erkrankung massiv gesenkt werden. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) hat die relevanten Massnahmen in einem Merkblatt zusammengetragen. Diese Empfehlungen sowie die anerkannten SVGW Leitsätze für die Erstellung von Trinkwasserinstallationen garantieren ein kleinstmögliches Risiko durch Legionellen.

 


Keine Angst vor Legionellen - ein paar einfache Tipps reduzieren das Risiko erheblich.


Legionellen sind kleine Bakterien, welche in der Natur vorkommen.

 
weitere Informationen und Merkblätter beim SVGW
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